| Also, wie ich nicht auf den Hund, sondern zu einem Kater kam, das war so:
Eine Bekannte erzählte eines Tages, dass ihr ein weißer Kater zugelaufen sei. Ich nenne sie hier Fr. Schmitt. Fr. Schmitt rief beim Tierheim und bei der Polizei an, ob jemand solch einen Kater vermisse. Niemand vermisste ihn. Und eine Polizistin kam mit einem Transportkorb vorbei, weil sie dachte, Fr. Schmitt wolle den Kater loswerden. So kam der Kater an einem Freitag erst mal ins Tierheim, wo er kastriert und tätowiert wurde und einen Ortungschip implantiert bekam.
Fr. Schmitt aber dachte, wenn ich Platz für vier Katzen habe, habe ich auch Platz für fünf Katzen und so holte Fr. Schmitt den Kater nach dem Wochenende wieder aus dem Tierheim ab. Bei Fr. Schmitt hätte es der Kater wirklich gut haben können, wenn er ihre anderen vier Katzen nicht dermaßen traktiert hätte, dass sie nicht einmal mehr ihr Grundstück betraten, wenn der Kater im Haus war. Bei Fr. Schmitt gab’s einen Garten, eine Terrasse und der Wald war auch nicht weit weg.
Als sich die Situation bei Fr. Schmitt dermaßen zuspitzte, dass einige ihrer Katzen tiefe Blessuren davon trugen, musste Fr. Schmitt schweren Herzens den Kater vermitteln. Anfangs half ich ihr dabei. Aber niemand wollte ihn haben.
Jetzt war es bei mir so, dass bei mir, als ich noch meine Katze „Mieze“ hatte, eine Katzenallergie festgestellt wurde, sonst hätte ich den Kater wohl gleich genommen. Ich war ja schon vier Jahre katzenlos.
Eine Ärztin erklärte mir nach Miezes Tod, dass man bei einer Katze nicht gegen das Fell, sondern gegen den Speichel allergisch sei. Und da der Speichel ja bei jedem Lebewesen individuell zusammengesetzt ist, sei man nicht gegen jede Katze allergisch. Und wenn ich wieder eine Katze haben wolle, solle ich ihr vorher ein paar Haare abschneiden und mit diesen einen Test machen lassen.
Ich erklärte mich bereit den Kater solange aufzunehmen, bis ein neues zu Hause für ihn gefunden sei. Aber als er bei mir aus dem Transportkorb schlich........
Ich ging also zwecks Allergietest zu meiner Ärztin und gestand ihr etwas kleinlaut, dass ich die Katze schon habe. Sie schlug fast die Hände über dem Kopf zusammen und es wurde ein umfangreicher Test gemacht. Ich bin gegen alles Mögliche allergisch, jedoch eine Katzenallergie wurde nicht mehr festgestellt.
So nebenbei meinte meine Ärztin, da sei noch was. Fragend schaute ich sie an. Ja ich sei allergisch gegen Goldhamster.
Ich meinte fast überglücklich: „Ich werde mir bestimmt keinen Goldhamster anschaffen, wo ich jetzt einen Kater habe.“
Und so lebt mein verrückter Kater, den ich Céleste getauft habe, schon seit 4. August 2006 mit mir zusammen. |