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Türkisch Angora

Datum: Montag, 22. Dezember 2008, 17:46
Autor: Türkisch Angora
Kategorie: Katzenrassen: Türkisch Angora
Die Türkisch Angora ist eine Katzenrasse.

Die ursprünglich aus der Türkei stammende Angorakatze ist laut Gen-Untersuchungen die älteste Langhaarrasse der Rassekatzen und somit auch die Urmutter aller Langhaarrassen. Diese orientalische Rasse hat einen natürlichen Ursprung, denn sie ist durch das mutierte Langhaar-Gen entstanden. Sie ist eine der ältesten Katzenrassen der Welt. Die Türkei ernannte sie sogar zur Nationalkatze. (Angora ist der alte Name von Ankara, der heutigen Hauptstadt der Türkei). In ihrem Heimatland wird sie "Ankara kedisi" genannt.

Herkunft

Über die Herkunft der Türkisch Angora gibt es diese Version: Türken und Tataren sollen sie vor langer Zeit aus der wildlebenden Pallaskatze gezüchtet haben. Somit war das Verbreitungsgebiet und Ursprungsland höchstwahrscheinlich das mongolische Altai-Gebirge. Mit den nomadisierenden Turkmenen und Oghus-Türken wurde sie in die Türkei und den Kaukasus gebracht. Für diese Vermutung gibt es allerdings keine wissenschaftlichen Beweise.

Geschichte / Historie

Seit dem 15. Jahrhundert ist die Türkisch Angora in der Türkei als eigene Rasse bekannt. Sie war die erste Langhaarkatze, die nach Westeuropa kam. Türkische Sultane des osmanischen Reiches sandten sie im 16. Jahrhundert als Geschenk an die Höfe in England und Frankreich. Als erste Langhaarkatze überhaupt in West-Europa war ihr der Erfolg sicher. Könige, wie etwa Ludwig XV, waren Bewunderer dieser weißen Katzen mit den geheimnisvollen Augen und gaben sie als wertvolles Geschenk an Fürsten weiter. Im 18. Jahrhundert war sie Statussymbol an den europäischen Höfen. Zahlreiche Gemälde dieser Zeit dokumentieren diese Art von Luxusgeschenken. Prinzessin Victoria von Schleswig-Holstein war Besitzerin einer solchen weißen Katze. Zu etwa der gleichen Zeit brachte der französische Naturforscher Nicholas Claude Fabri de Pereise einige dieser Katzen aus der Türkei mit nach Frankreich. Ebenfalls gelangte sie mit italienischen Seefahrern nach Europa.

Im 18. Jahrhundert kam die Rasse in Mode und wurde zum Liebling des Adels. Am Hof der französischen Könige war sie allgegenwärtig. Louis XV., Louis XVI., Kardinal Richelieu und Marie Antoinette waren Besitzer dieser damals sehr beliebten und berühmten Katzen. In einem Buch des französischen Naturforschers Georges-Louis Leclerc de Buffon wurde diese Katzenrasse bereits im Jahre 1756 erwähnt und bildlich dargestellt. Der Adel verehrte diese edle, langhaarige und anmutige Katzenrasse, da es zu dieser Zeit in Europa nur die einheimischen, kurzhaarigen Rassen verbreitet waren. Sie wurde hoch geschätzt und es wurden sehr hohe Preise für die Beschaffung bezahlt.

Seit dem ist viel Zeit vergangen. Mit dem Auftauchen der Perserkatze verblasste der Stern der Angora. In den 60er Jahren ging der Bestand reinrassiger Türkisch Angoras selbst in ihrem Heimatland der Türkei auf ein bedrohliches Maß zurück. Einige wenige Exemplare wurden dort in den Zoos von Ankara und Istanbul gehalten um den Fortbestand dieser Rasse zu gewährleisten. In der Türkei gilt die Türkisch Angora Katzen heute als Nationalkatze und wird unter anderem im Zoo von Ankara und Izmir gezüchtet. Dort gelten allein die weißen Katzen als edel. In der Türkei geht die Sage um, dass der große Staatsmann und Reformer Kemal Atatürk irgendwann in Gestalt einer weißen Türkisch Angora Katze mit einem blauen und einem bernstein-farbigen Auge wiedergeboren wird.

In den 1950er-Jahren importierten erste amerikanische Züchter sogar ein Angorapärchen aus der Türkei, um die heute wieder immer beliebter werdende Rasse weiter züchten zu können. Im Jahr 1954 kam die erste Türkisch Angora in die USA. 1973 hat die CFA (Die Cat Fanciers' Association (CFA) ist eine US-amerikanische Organisation für Katzenzucht.) die weiße Varietät anerkannt, die farbigen Tiere 1978. In den 70er Jahren kamen die ersten Türkisch Angora aus den USA und der Türkei nach Deutschland. Hauptsächlich aber basierte die Zucht allgemein auf Türkei-Importen.

Es gelang 1954 der Amerikanerin Lyn Pierce (Kenlyn Cattery) eine Katze mit dem Namen Pucette Michelle (weibl. odd-eyed white) aus dem Istanbuler Tiergarten nach Amerika zu importieren. Mit dieser Katze wurde allerdings nicht gezüchtet, da es hieß, dass sie wirklich reinrassigen Tiere nur in der Gegend von Ankara zu finden sind und von dort wurden dann in den 60er Jahren die ersten Türkisch Angora nach USA und Kanada importiert. Viel später wurden dann auch Zookatzen aus dem Istanbuler Zoo akzeptiert, da dieser Zuchtstock ebenfalls aus Ankara-Zoo-Katzen bestand.

Von Mr. H. Kenan Taspinar (Taspinar Cattery) 1962 wurde ein weißes odd-eyed Mädchen von einem privaten Türkisch Angora Züchter aus Ankara importiert. Diese türkischen Züchter waren mit in das Ankara Zoo Programm eingebunden, so dass auch diese Tiere wieder in Relation zueinander standen. 1968 importierte Mr. Taspinar fünf weitere Türkisch Angora Katzen, darunter auch "Duman" ein black-silver-tabby Kater. 1970 überließ er allerdings seinen gesamten Zuchtstock Mrs. Gisela Stoschek (Tai-Phoon Cattery).

1963 wurde von Colonel und Mrs. Walter Grant ein Pärchen weißer Türkisch Angora registriert. Diese beiden gingen namendlich in die Geschichte der Türkisch Angora ein. Ihre Namen waren Yildiz und Yildizcek, sie wurden ein Jahr zuvor im Ankara Zoo geboren. Die ersten Nachkommen dieser beiden Katzen verkauften die Grants ausschließlich kastriert, weil sie sicherstellen wollten, dass ihre gezüchteten Katzen nur mit Ankarazookatzen, bzw deren reinen Nachkommen verpaart werden. Um einen Zuchtstamm aufzubauen importierten die Grants 1966 ein weiteres Paar Katzen aus dem Ankara Zoo. Auf den Nachkommen dieser Katzen bauten einige Catteries (Züchter) Jahre später Ihren Grundstock auf.

Fast zeitgleich, nämlich im Jahre 1964 importierten Sgt. und Mrs. Leinbach ein Pärchen weißer Angoras aus dem Ankara Zoo. Ihre Namen waren "Sam Oglum" und "Aliya’s Snowball". Die Leinbachs arbeiteten eng mit Mrs. Lee Thornton (Thornton Cattery in CFA, Thornton Desert Cattery in den anderen Katzenvereinen) zusammen, die ihnen half diese Tiere zu registrieren. 1965 bekam Mrs. Thornton noch ein weiteres weißes odd-eyed Türkisch Angora Mädchen mit dem Namen "Belkizar", welches wenig später mit einem Kater mit dem Namen "Sam of Mountain Home" verpaart wurde (Besitzer Mrs. Brown). Die Nachkommen dieser Verpaarung bildeten zusammen mit einigen Grant und den Leinbach Katzen den Grundstock des Thornton Catterys.

Eine Katze aus diesen Zoos zu bekommen, war zum damaligen Zeitpunkt mit sehr großen Schwierigkeiten verbunden. Aber auch in Deutschland und den Niederlanden wurden in den frühen 70er Jahren Katzen aus den Zoo´s importiert. Eine nicht unerhebliche Rolle dabei spielte der Zoologe Dr. Reimann (Tha Makhuas Cattery) und Frau Nadja Mardak (Cattery Ueskuedarsaray) in Deutschland. Dem Zoologen Dr. Michael Reimann gelang es in den 70er Jahren ein Pärchen aus der Türkei zu importieren. Diese Tiere trugen den Namen Turkye -Ithal's (Türkei- Import). Die daraus gezüchteten Tiere des Herrn Reimanns tragen den Namen "Tha Makkuas".

Die TUA, wie die Türkisch Angora nach internationalen Rassesatandards genannt wird, ist genetisch verwandt mit der Türkisch Van Katze. Auf den ersten Blick ähneln sich diese Rassen ein wenig. Die Van-Katze ist jedoch grösser und schwimmt sogar gerne im Wasser. Zufällig entdeckten 1955 zwei englische Fotografinnen in Südostanatolien Katzen mit seidenweichen, halblangen Fell, die am Kopf und Schwanz rote (auburn) Zeichnung aufwiesen. Diese Rasse die man erst für eine Art der Türkisch Angora war eben die Türkisch Van Katze. Diese wurden im Gegensatz zur Türkisch Angora nur von Privatleuten gehalten. Als Geschenk erhielten die Fotografinnen einen Kater und eine Katze, die sie mit nach England nahmen. Als vier Jahre später nochmals Van-Katzen importiert wurden, konnte die planmäßige Zucht in England beginnen. Ohne Erlaubnis der Türken durfte keine Türkisch Van ausgeführt werden.

Türkisch Angora (odd-eyed)

Aussehen

Die heutige Türkisch Angora ist kraftvoll elegant mit einem mittellangen, seidigen Fell ohne Unterwolle. Sie ist sehr pfegeleicht und besitzen keine Unterwolle, wie man es zum Beispiel bei den Perser-Katzen kennt und braucht deshalb nicht ständig gekämmt zu werden (es langt, wenn man sie wöchentlich bürstet, um das lose Haar zu entfernen). Das Fell ist halblang und schön seidig, dass am Körper anliegt. Deshalb gehört sie auch zu der Kategorie der Halblanghaar-Katzen. Sie macht einen harmonischen und eleganten Gesamteindruck. Der Kopf ist gleichmäßig und keilförmig, mit mandelförmigen und meistens leicht hoch gezogenen Augen (sogenannte "Schlitzaugen" wie bei ostasiatischen Menschen üblich) und mit großen, relativ breiten, aufrecht gestellten Ohren mit feinen "Pinseln" an der Spitze. Dieser Typ der Angorakatzen ist noch nicht so einheitlich wie bei anderen, gestandenen Rassen. Es gibt auch heute noch nicht viele Züchter und Liebhaber dieser wundervollen Katzen. Großes Augenmerk wird heute von einigen Züchtern den Ohren gewidmet: sie sollen groß sein, offen und hoch auf dem Kopf. Wichtig ist aber genauso der Gesamteindruck der Katze: schlank, elegant und hoch auf den Beinen.

Der zwar muskulöse und dennoch sehr anmutige Körperbau der Türkisch Angora, rundet das Gesamtbild dieser grazilen, mittelgroßen Rasse ab. Obwohl ihr Aussehen vielleicht sehr zart sein mag, ist sie dennoch sehr robust. Der Typ der Katzen ist im Laufe der Zeit jedoch noch eleganter geworden. Aus den ursprünglich aus der Türkei importierten, teilweise sehr kräftigen Katzen hat sich im Laufe der Jahre eine schlanke, elegante Katzenrasse entwickelt. Ihr Körper ist lang und schlank, der Schwanz meist sehr buschig, was ihre natürliche Anmut noch mehr unterstreicht.

Das seidig glänzende und sehr feine Fell ist im Sommer deutlich kürzer als im Winter. Das liegt an den heißen Sommern und den kalten Wintern der anatolischen und kaukasischen Berggebiete. So ist sie an ihren natürlichen Lebensraum optimal angepasst. Im Winter trägt sie einen dichten Kragen. Das Haar am Bauch ist leicht wellig. An den Hinterläufen hat sie dichte "Hosen". Die Pfoten sind eher klein und rundlich mit Fell dazwischen. Das Fell ist am Kragen und am Schwanz länger und ausgesprochen pflegeleicht, da ihr das oftmals filzende Unterfell fehlt. Häufiges Kämmen oder Bürsten ist demnach nicht notwendig, das heisst allerdings nicht, dass es die Türkisch Angora nicht genießen würde.

Die Türkisch Angora ist heute bei allen Vereinen in den traditionellen Farben anerkannt: Weiß, Schwarz und Rot, die verdünnten und silbernen Varietäten dieser beiden Farben, mit und ohne Scheckung und mit und ohne Tabby. Sie wird heute in fast allen Farbvarietäten gezüchtet. Nicht erwünschte und anerkannte Farben sind bei dieser Rasse: Chocolate, Fawn, Lilac und Point.

Zunächst waren nur die weißen Katzen anerkannt. Erst Anfang der 90er Jahre wurden auch die farbigen Varietäten bei der "FIFe" (Fédération Internationale Féline : internationale Dachorganisation von Katzenzuchtverbänden) anerkannt und erhielten auch Championstatus. Der Standard hat sich seitdem in der FIFE nicht geändert. In der Türkei gilt die Türkisch Angora auch heute noch nur als reinrassig, wenn die Katze ein reines weisses Fell hat. Die Augenfarbe spielt dabei keine Rolle.

Charakter

Die Türkisch Angora ist eine unkomplizierte Rasse. Sie hat einen ganz bezaubernden Charme. Sie hat einen einzigartigen, gutmütigen Charakter, ist sehr lebhaft, und meistens aufdringlich schmusig. Das aussergewöhnliche Wesen der Türkisch Angora Katzen lässt sich so beschreiben; man könnte wohl sagen, sie ist der Clown in der Katzenwelt, immer zum Spielen aufgelegt und für jeden Schabernack zu haben. Es sind sehr lebhafte, sprungstark und temperamentvolle Tiere, aber ohne jede Aggression. Sie lieben es, ständig in der Nähe derjenigen zu sein, die sie lieben. Nicht selten benehmen sie sich hundeähnlich und spazieren mit ihrem Herrchen oder Frauchen "bei Fuß". Sie schmusen gerne lang und ausgiebig. Aber auch ihre Spielfreude kennt keine Grenzen. Deshalb sind sie auch gut für Kinder geeignet. Gekonnt apportieren die Angoras ein kleines Bällchen oder eine Fellmaus.

Spielen ist ihr Leben. Sei es nun mit einem kleinen Stöckchen, das sie irgendwo gefunden hat oder ein Papierbällchen oder Tüten oder Pappkartons - alles wird für eine Angorakatze zu einem Abenteuer. Und ein wahres Springwunder ist sie ebenfalls. Es ist kein Problem aus dem Stand einen Schrank von 1,50 m zu erklimmen. Sie bleibt ihr ganzes Leben eine verspielte und auch sehr neugierige Katze. Noch im hohen Alter sitzt ihr manchmal der Schalk im Nacken und es fällt ihr irgend ein Unsinn ein um 'ihren' Menschen zum Lachen zu bringen. Dauerschnurren und -schmusen sind keine Seltenheit und von ihr sehr erwünscht. Wenn sie das Gefühl hat, zu wenig Beachtung zu bekommen, fordert sie ihre Streicheleinheiten unerbittlich ein. Mit ihrer Anhänglichkeit und aussergewöhnlichen Intelligenz, kann sie ihren Besitzer gezielt um den Finger wickeln und damit fast alles durchsetzen, was sie möchte.

Sie ist nicht unbedingt eine ruhige Katze, die dauernd auf dem Sofa sitzt aber auch keinesfalls ein nervöser Schreihals, der einem auf ständig auf die Nerven geht. Sie ist sehr intelligent, aufgeweckt, neugierig und verspielt und so wird es einem Besitzer dieser Katze bestimmt nie langweilig. Andererseits sollte man sie nicht zu lange alleine lassen oder sie zu sehr vernachlässigen, damit ihre natürliche Lebensfreude auch erhalten bleibt. Die zweite Seite des Wesens der Türkisch Angora ist die Liebe und Treue zu ihrem Besitzer. Hat sie einen Menschen oder eine Familie in ihr Herz geschlossen, wird keine Minute ungenutzt gelassen, hier den Kontakt zu suchen. Die Katzen halten sich in der Regel immer in der Nähe ihrer Mitmenschen auf. Sie ist eine sehr schlaue Katze und begreift wirklich sehr schnell. Wenn man z.B. mit ihr schimpft, weiß sie gleich, um was es geht. Fühlt sie sich aber zu Unrecht bestraft, so ist sie nicht selten beleidigt bzw. eingeschnappt. Aber rasch ist dann wieder alles vergessen, denn eine TA ist nicht nachtragend, weil sie ja ihr Herrchen oder Frauchen von ganzem Herzen liebt.

Trotz ihres zarten Aussehens, verzeiht ihre natürliche Robustheit jede Menge ungewollter Fehler von Katzenanfängern. Sie vertraut den Menschen in ihrer Umgebung voll und ganz, sofern man sie nicht zu sehr und zu oft enttäuscht. Diese und andere aussergewöhnliche Charaktereigenschaften machen sie zu einer idealen Familienkatze. Unbekümmertheit prägt diese Katze und sie ist selten ängstlich, sondern kommt eher laut schnurrend, mit hoch erhobenem Schwanz und kokett zurückgeworfenem Köpfchen auf den Menschen zu. Dieses verspielte anschmiegsame Wesen verlieren sie auch im Alter nicht. Mit ihrem natürlichen Charme und ihrer anpassungsfähigen Unbekümmertheit bezaubern sie jeden, der sie kennt. Dank ihres lieben, ausgelichenendieses Wesens vertragen sie sich mit allen anderen Artgenossen und auch mit Hunden sehr gut. Eine junge Katze schließt jedoch eher neue Freundschaften, da sie noch keine Vorurteile gesammelt hat.

Die Türkisch Angora hat den Ruf, zugänglich, freundlich, anspruchsvoll, sanft, artig, ruhig, angenehm, zutraulich, aufmerksam, anhänglich und intelligent zu sein. Manchmal ist sie scheu und zurückhaltend, dann wieder extrovertiert und gesellig. Sie bewegt sich anmutig und ist die perfekte Hauskatze. Eine der ältesten Beschreibungen der Rasse stammt aus dem Jahr 1834 von William Jardine: "Angorakatzen werden hierzulande häufig als Salonkätzchen gehalten. Sie gelten als sanfter und freundlicher als gewöhnliche Katzen". Charles Ross lieferte 1868 eine andere frühe Beschreibung über die Angora: "Die Angora ist eine wunderschöne Rasse mit silbrigem Haar von seidener Textur [...] Sie alle sind wunderbare Geschöpfe mit freundlichem Wesen."

Sie hat nichts von ihrer Ursprünglichkeit verloren; und hat somit eine grosse Instinktsicherheit, sogar Katzen die unter menschlicher Obhut aufgewachsen sind, haben das Beutejagen und Erlegen nicht verlernt. Die Türkisch Angora Katze ist nie eine Modekatze gewesen. Hierdurch ist dieser Rasse sicherlich viel erspart geblieben - sie hat sich als natürliche und ursprüngliche Katzen einen Platz in den Herzen ihrer Fangemeinde erobert und gesichert. Wer einmal eine Katze dieser Rasse sein eigen nennen durfte, wird sie nie vergessen und sicher immer wieder eine Türkisch-Angorakatze zu sich nehmen wollen.

Die Türkisch Angora ist allem sehr aufgeschlossen, nur eines wird sie niemals ertragen und das ist die Einsamkeit. Sie ist sehr auf ihren Menschen fixiert und leidet extrem darunter, alleine zu sein. Ist man längere Zeit abwesend, ist ihre Wiedersehensfreude rührend. Deshalb empfiehlt es sich, wenn man berufstätig ist, dass sie noch einen Artgenossen zum Zeitvertreib hat. In Deutschland finden sich immer mehr Katzenliebhaber und somit auch Züchter, die bereits von dieser tollen, anhänglichen und auch "gesprächigen" Rasse fasziniert sind.

 

Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Türkisch Angora aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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